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Studienfahrt Prag, 14.09. bis 18.09.2010

Aufgrund zwei größerer Staus, die wir mit Schlager-Singen kurzweilig überbrücken konnten, kamen wir erst am Abend in unserem sehr ordentlichen Hotel in Prag an. Nachdem sich alle kultiviert hatten, machten wir eine erste Erkundungstour in die Prager Innenstadt. Der berühmte Wenzels Platz sollte auch in den folgenden Tagen zentraler Anlaufpunkt sein. Die Schüler nutzten die Chance, in verschiedenen Restaurants typische tschechische Spezialitäten zu probieren. Der erste Tag klang im Bataillon, angeblich Tschechiens ältester Musikbar, aus.

Am nächsten Morgen, nach einem ausgiebigen Frühstück, nahmen wir an einer Stadtführung teil, die uns zu vielen Prager Kulturdenkmälern führte. Die Führerin verstand es, uns sehr kurzweilig mit wichtigen historischen Informationen zu versorgen. Wir bestaunten den Hradschin, die Prager Burg mit ihren drei Burghöfen, die Altstadt, Karlsbrücke, die astronomische Uhr und vieles mehr. Nach einer kleinen Mittagspause konnten die Schüler nach Interessenslage das Tschechische Nationalmuseum (Prähistorie, zoologische, mineralogische und anthropologische Ausstellung sowie Ordnungen und Medaillen der europäischen Länder aus dem 19. und 20. Jahrhundert) oder das Kunstmuseum in der Messegalerie besuchen. Den freien Abend nutzen die Schüler sportlich mit Bowling.

Der dritte Tag führte uns ins jüdische Viertel, wo wir einen sehr guten Eindruck ins jüdische Leben Prags bekamen. Besonders beeindruckend war der alte jüdische Friedhof, einer der bekanntesten jüdischen Friedhöfe Europas. Aus Platzmangel wurden hier zwischen dem 15. und dem 18. Jahrhundert geschätzte 100.000 Tote in bis zu 12 Schichten übereinander bestattet. Wir besuchten auch Teile des jüdischen Museums sowie einige Synagogen. Dabei war die Spanische Synagoge mit Sicherheit die beeindruckendste, insbesondere durch die goldene Pracht im Inneren und viele sehr emotionale Exponate aus der Zeit des Nationalsozialismus. Am Nachmittag fand eine betriebswirtschaftliche Exkursion nach Mladá Boleslav ins Automobilwerk der Firma Skoda statt. Hier erhielten wir einen interessanten Einblick in die Skoda- und VW-Welt und bewunderten die kürzeste Kfz-Produktionsstraße Europas. Das angegliederte Automobilmuseum zeigte mit vielen Modellen die bewegte Vergangenheit der Marke Skoda. Den Abend durften die Schüler frei gestalten und nutzten dies je nach Laune zum Besuch Prags größter Diskothek, zu einem Abstecher ins Bataillon oder zu Gesang und Gitarrenklang in der Hotellobby.

Das Highlight der Studienfahrt fand für viele Schüler am letzten Tag statt: Rafting auf der Moldau, besser gesagt auf einem künstlich angelegten Kanal innerhalb der Moldau. Viele Schülerinnen und Schüler rafteten zum ersten Mal und mussten doch erst einmal etwas Mut aufbringen, in Neopren verpackt, in die doch recht kalte Moldau zu springen. Nach ein paar Runden im Boot durften wir schließlich sogar schwimmend den Kanal bezwingen. Am letzten Abend stand nochmals Kultur auf dem Programm. Wir besuchten die laterna magica, ein modernes Tanztheater, bei dem sehr eindrucksvoll Musik, Film, Licht, Ballett, Akrobatik und Pantomime zu einer Show verknüpft sind. Insgesamt verlebten wir eine sehr stressfreie Zeit in der Stadt der hundert Türme, in der für alle Interessenslagen ein Programmpunkt angeboten wurde. An dieser Stelle ergeht auch ein Dank an unsere Lehrkräfte StRin Braun und StR Steck für ihren Einsatz.

Fabian Gebhardt

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